Care-Arbeit umfasst Betreuungs-, Pflege- und Hausarbeit für Kinder und Erwachsene. Sie wird sowohl bezahlt (z. B. in Krippen, Spitälern, Heimen oder privaten Haushalten) als auch unbezahlt in Form von Sorge- und Familienarbeit in privaten Haushalten geleistet.
Obwohl Care-Arbeit für das Funktionieren unserer Gesellschaft zentral ist, wird sie häufig unzureichend anerkannt. Besonders Personen, die unbezahlte Care-Arbeit leisten, sind benachteiligt: Sie verfügen oft über kein oder ein geringeres eigenes Einkommen, geraten in finanzielle Abhängigkeiten und haben tiefere Renten, was ihr Risiko für Altersarmut erhöht.
Wie viel unbezahlte Care-Arbeit fällt in Ihrem Alltag an? Das Online-Tool caretracker.ch macht sichtbar, was oft unsichtbar bleibt.
Mental Load
Zur Care-Arbeit gehört auch die oft unsichtbare Denk- und Organisationsarbeit: an Termine denken, Fristen im Blick behalten, Einkäufe planen, Absprachen organisieren oder an Geburtstagsgeschenke erinnern. Diese ständige Verantwortung, dass «nichts vergessen geht», wird als Mental Load («mentale Last») bezeichnet.
Wie der Grossteil der Betreuungs- und Haushaltsarbeit wird auch der Mental Load überwiegend von Frauen übernommen. Er bleibt häufig unsichtbar, wird wenig wertgeschätzt und erschwert die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben zusätzlich.